Geburtsbericht Timo - Familienkram

Donnerstag, 30. März 2017

Geburtsbericht Timo

Hallo ihr Lieben,
heute geht es um die Geburt von Timo.


6 Jahre ist es schon her, als unser Sohn Timo, das Licht der Welt erblickte.
So fing es an:
Am 01.11.2010 fingen, gegen Nachmittag, die ersten Wehen an. Da ich aber noch 2 Wochen Zeit hatte, dachte ich mir nix dabei und ruhte mich den ganzen Tag aus. Gegen Abend wurden die Wehen stärker
und unangenehmer, doch ich ging gegen 22 Uhr trotzdem ins Bett. Schlafen konnte ich nicht. In der Nacht halb 2 ging ich in die Wanne um zu sehen ob die Wehen bleiben. Der Liebste schlief weiter. Als ich es aus der Wanne geschafft hatte, entschied ich ins Krankenhaus zu fahren,denn die Wehen waren alle 10 Minuten. Ich packte die letzten Sachen und weckte halb 3 meinen Mann, damit er den RTW anrief. Doch nix da. Er sagte:"Es ist eh nur wieder Fehlalarm!", drehte sich um und schlief weiter. Also rief ich ihn selber an. Als viertel 4 der RTW klingelte,begriff auch der Liebste, das es los geht und sprang aus dem Bett.
Dreiviertel 4 waren wir dann im Kreissaal, da wurde ich untersucht, Mumu war bei 2 cm, Wehen alle 5-7 Minuten, Fruchtblase dicht und einen Einlauf bekam ich auch. dann tat sich nix weiter. Um 8 wurde ich auf Station geschickt zum Frühstück und sollte dann bis 11 Uhr Spazieren gehen.
Ab 10 Uhr wurden die Wehen weniger bis schließlich 11 Uhr auf dem CTG keine mehr zu sehen waren. Die Hebamme schickte mich dann zum Ultraschall, um zu sehen wie es dem Räuber geht. Alles war zeitlich normal entwickelt und völlig ok. Der Arzt schätzte eine Größe von 50 cm und 3500 g Gewicht und meinte: "da sie heute Abend eh wieder kommen, leiten wir jetzt ein:" So naiv wie ich war, stimmte ich zu. Hätte ich es nur nicht gemacht.
Viertel 1 bekam ich dann einen Wehentropf und gleichzeitig Schmerzmittel. Kurze Zeit später platzte die Fruchtblase und irgendwann kamen die Presswehen. Da wurde die Dosis des Wehentropfes runter gestellt, was zu Problemen führte, denn nach 2 Presswehen und einem Dammschnitt ( ich wurde nach einer Wehe geschnitten ) war das Köpfchen da, ich streichelte ihn und dann, ja, kam keine Wehe mehr.Es kam mir ewig vor und ich quälte mich und die Hebamme wurde etwas unfreundlich zu mir. Dann kamen sie, die letzten 2 Presswehen, und mein Baby war geboren und der Liebste durchschnitt die Nabelschnur. Doch es dauerte ewig bis er schrie und er war blitzblau, da die letzten Wehen so auf sich warten ließen.
dann bekam ich ihn nicht auf die Brust gelegt, sondern er wurde mir gleich weg genommen und gebaden und untersucht.
Das nächste Problemstand an, meine Plazenta löste sich nicht. Die Hebamme zog an der Nabelschnur, drückte mir auf dem Bauch rum, der Arzt versuchte Akkupunktur,nichts half, nur meine schmerzen wurden mehr, das interessierte keinen. Dann wurde entschieden das ich eine Ausschabung unter Vollnarkose bekomme und ab ging es in den OP, ohne mein Baby mal im Arm gehabt zu haben.
Als ich aufwachte, stand ein fremder Junge an meinem Bett ( ein Freund meiner Schwester,sie und meine Mutti waren dabei ),im Kreißsaal. Dann bekam ich den Kleinen kurz angelegt und keiner erklärte mir das Stillen.Ich wurde einfach mir selbst überlassen.
Kurz und knapp: Am 02.11.2010 um 15.05 Uhr wurde Timo Volker,per Einleitung, spontan mit 3740 g, 53 cm und einem KU von 36 cm geboren.
Diese Geburt wird mir immer, als schlechte Erfahrung, im Kopf bleiben.
Demnächst folgt der Geburtsbericht unserer Jelena.


Bis bald,
Sarah

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