Mama, mir ist langweilig! - Familienkram

Mittwoch, 12. Juli 2017

Mama, mir ist langweilig!

... wie oft höre ich diesen Satz? Gefühlte 100 mal am Tag und da bin ich nicht alleine, denn vielen Eltern geht das so.

Der Räuber ist 6,5 Jahre alt und kommt, nach dem Sommer, in die Schule. Jeden Tag und oft am Tag kommt er dann und sagt: " Mama, mir ist langweilig!" und dann fängt es bei mir an zu rattern, im Kopf. Ich schau auf dir Uhr, weil ich denke, ich arbeite schon wieder zu lang, aber nein, meist nur eine halbe Stunde, wegen der Räuberin und dann fange ich an ihm Aufgaben zu geben, die er machen kann/soll.


Dabei ist sein Zimmer und das Spielzimmer so voller Ideen und Spielzeug. Er kann sich wahllos an Mal- und Bastelutensilien bedienen und trotzdem kommt immer Langeweile auf. Vielleicht hat er auch zu viel Spielzeug. Ausmisten wäre mal eine gute Option und werde ich mir mal aufschreiben.
Nun habe ich mal recherchiert ob es eine Phase sein kann und siehe da, ich bin auf einige Artikel gestoßen, wo Mütter über das gleiche Problem schreiben. Zudem hat hat Heike Byn, auf Urbia, darüber einen Artikel geschrieben. Darin stand u.a.:

" Bei diesem Satz ihres Kindes fühlen sich Eltern oft unter Druck. Dabei können sie sich eigentlich entspannen. Denn Langeweile ist wichtig und nötig, um eigene Ideen zu entwickeln. Hier geht es um den Umgang mit Leerlauf. "

Dieses Zitat spiegelt Timo wieder. In dem einen Moment ist ihm total langweilig und keine 5 Minuten später sitzt er in seinem Zimmer und spielt mit seinem Geomag oder Lego.Und trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei ihm eine Beschäftigung zu suchen, obwohl er dies selber kann.
Auch Jesper Juul schrieb einer Mutter:

" Lasst die Kinder langweilen, sie brauchen es um ihre innere Balance zu finden. "

Im endeffekt müssen wir Eltern lernen, mit der Langeweile, der Kinder umzugehen. Wir müssen lernen, das wir nicht nur Entertainer sind, sonder die Kinder ihre Fantasie nutzen sollen, denn diese wird durch den vielen Medienkonsum immer weniger. Und ich weiß auch, das es bei uns zu viel Medienkonsum gibt und zu viel elektrisches Spielzeug. Das müssen wir ändern.

Bis bald,
Sarah

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